Beyond The Black – Songs Of Love And Death (Review)

beyond-the-black-coverEines gleich vorweg, all die, die sich der Trveness im Metal verschrieben haben, können hier eigentlich schon aufhören zu lesen. Aber all diejenigen, die wie ich ein breites Spektrum von Rock- und Metal-Musik hören, dürfen sich auf ein grandioses Album freuen. Abseits eingetretener Pfade erschaffen die sechs Musiker rund um die 19jährige Sängerin Jennifer Haben zeitlos schöne Metal-Ohrwürmer, Ohrwürmer im positiven Sinne. “Entdeckt” von den beiden Wacken-Machern Thomas Jensen und Holger Hübner gaben Sie ihr erstes Konzert auf dem Holy Acker. Was für ein Start. Und wenige Wochen später durfte ich die Band bei den Hamburg Metal Dayz erleben.

Mit “In The Shadows” startet das Album fulminant. Wuchtige Gitarren-Riffs, Dudelsack- und Flöten-Melodien prägen diesen Song, im Mittelteil ein tolles Gitarensolo dazu ein einprägsamer Mitsing-Refrain. Dieser Song hat großes Hit-Potential. Und dazu gibt es auch ein aufwändig produziertes Musik-Video.

Beyond The Black–In The Shadows (Official Video)

Der Titelsong “Songs Of Love And Death” startet etwas ruhiger. Jennifer Stimme klingt zunächst zerbrechlich und wird begleitet von akustischen Gitarren, bevor die Band mit Power und viel Bombast einsetzt. wunderschöne filigrane Gitarren-Hooklines runden diesen Song ab.

BeyondTheBlack-Banner“Unbroken” ist die erste Ballade des Albums, zunächst nur Jennifers schmachtende Stimme, begleitet von einem Piano entwickelt sich das Ganze zu einer wunderschönen Powerballade. Auch setzt zum Ende eine grandios gespielte Gitarre ein.

Bei “When Angels Falls” braten die Gitarren zu Beginn förmlich. Ein bombastischer Refrain mit Choruspassagen wechseln sich ab mit etwas ruhigeren Strophen. Und die Gitarren…, aber ich wiederhole mich.

img_2502“Pearl In A World Of Dirt” erinnert mich irgendwie an altdeutsche, nordische oder auch keltische Folk-Songs. Mit ihrem männlichen Gesangspartner schafft es die Chanteuse uns zum Träumen zu bringen. Da wird jedes Metaller-Herz weich!

“Hallelujah” startet sparsam instrumentiert, aber nur um dann Power-Metal artig amtlich loszurocken. Im Refrain erwarten den geneigten Hörer dann auch einige Death-Metal-Growls und Speed-Metal-Gitarren.

Auch “Running To The Edge” geht so richtig ab. Jennifer singt hier in einer etwas tieferen Tonlage. Dazu ein poppig klingender Refrain, bei dem eine rauhere Gesangsstimme dafür sorgt, dass er nicht ins Kitschige abgleitet.

Bei “Numb” werde ich etwas an Krypteria erinnert. Dazu passt auch das für die Krypteria typische Gitarrenspiel sowie die Chorusse.

img_2449“Drowning In Darkness” beginnt als Piano-Ballade bevor die rhythmisch bratenden Gitarren einsetzen. Der Refrain wird dann durch Growls eingeleitet.

Epischer Bombast gefällig? Aber ja doch, unter anderem mit “Afraid Of The Dark”.

Auch “Fall Into The Flames” ist sehr episch angelegt. Und auch hier wieder großartige Gitarrenriffs, speedige Gitarren, Keyboard- und Piano Parts.

15333440902_c05348bbf1_zUnd das Beste (zumindest für mich) hat sich Band bis zum Schluss aufgehoben, das Motörhead-Cover “Love Me Forever”. Piano und Streicher als Begleitung zu Jeniffers mal zerbrechlich klingender mal kraftvoller Stimme. Ich als eingefleischter Doro-Fan muss gestehen, 15333870335_71bfab1b15_zich kann mich nicht entscheiden, welche der beiden Sängerinnen die bessere Cover-Version eingesungen hat, Doro oder Jenni!

BTB kümmern sich nicht um irgendwelche Genre-Grenzen. Von Pop über Power Metal bis hin zum Bombast ist so ziemlich jede Stilrichtung melodischer Prägung vertreten. Dazu Zitate von Death- und Speed-Metal. Damit erinnern sie mich ein wenig an Amaranthe aus Schweden, die ihren Pop-Metal bis zur Perfektion zelebrieren. Produziert wurde das Album von Miro Rodenberg und Sascha Paeth (Avatasia, Edguy, Epica, …). Ein moderner und druckvoller Sound. Empfehlung: gute Kopfhörer aufsetzen und die Musik so richtig loswummern lassen!

Label: We Love Music (Universal Music)

VÖ: 13.02.2015

Spielzeit: 55:29

Tracklist:

  • In The Shadows   
  • Songs Of Love And Death   
  • Unbroken   
  • When Angels Fallen    
  • Pearl In A World Of Dirt    
  • Hallelujah   
  • Running To The Edge    
  • Numb   
  • Drowning In Darkness   
  • Afraid Of The Dark    
  • Fall Into The Flames   
  • Love Me Forever

2 Gedanken zu “Beyond The Black – Songs Of Love And Death (Review)

  1. Pingback: Full Metal Cruise II–Tag 2: Auf See in Richtung Barcelona | Heavy Metal – All What You Need

  2. Pingback: Beyond The Black Knust Hamburg 2015 | Heavy Metal – All What You Need

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s