The Order Of Chaos – Apocalypse Moon

OrderOfChaos_coverNoch nie etwas von einer Band namens The Order Of Chaos gehört? Das ging mir bis vor kurzem auch so. Der Fünfer aus dem kanadischen Edmonton zelebriert gnadenlos harten Heavy Metal mit einer weiblichen Frontröhre. Die Band wurde 2004 von John Simon Fallon gegründet. Mit “Apocalypse Moon” ist nun das dritte Studioalbum erschienen. Im November/Dezember sind die Musiker auf Europa-Tour, als Opener für Battle Beast.

Schon beim Opener “The Anthem Of Pain” zeigen die fünf KanaderInnen wo es lang, nach kurzer Keyboard-Einleitung fallen die Gitarren über den Hörer her. Sängerin Amanda Kiernan wechselt spielend zwischen kraftvollem klarem Gesang, harten Screams und bitterbösen Growls. Dazu kommen grandiose von Double Bass unterlegte Gitarren-Melodien. Und so geht es bei “Death After Life” weiter – bratende Gitarren, knallende Riffs, filigrane Hooklines. Es dominieren die Clear Vocals, die aber auch von Growls unterbrochen werden. In “Indoctrination” schreit sich Amanda fast die Seele aus dem Leib, die doppelläufigen Gitarren kommen druckvoll aus den Kopfhörern und das Schlagzeug stampft vor sich. Bei “Downfall” wird zunächst das Tempo zurückgenommen. Akustische Gitarren leiten den Song ein, bevor die e-Gitarren druckvoll einfallen. Aber das ist nur die Ruhe vor OrderOfChaos_picdem Sturm, schon bald wird wieder Hochgeschwindigkeits-Metal zelebriert. Der Gesang ist im Wesentlichen clean und sehr melodisch.

Der Einstieg in „Evil Surrounds Me” ist melodisch, bevor die Gitarrenriffs einsetzen. Der kraftvoll gesungene Refrain ist eingängig und Amanda Kiernan kann zeigen, was sie stimmlich drauf hat. Im zweiten Teil sind Klasse Gitarrensoli zu hören. “Survival Of The Richest” startet mit stampfendem Schlagzeug und treibenden Gitarrenriffs. Auch der Double Bass schlägt wieder zu, später sind dann teilweise hektisch klingende Gitarren-Hooks zu hören. Der Titelsong “Apocalpyse Moon” wird durch Hochgeschwindigkeits-Gitarrenspiel und vorwärts treibendes Schlagzeug geprägt. Die Sängerin haut wieder ein Growl nach dem anderen raus. Knallende Riffs und böse Growls, das ist “The Venom”. Dazu gesellen sich kraftvoller klarer Gesang und knallharte Screams.

Sexwitch” startet mit bratenden Gitarren und treibenden Schlagzeug. Amanda hat wieder ihren cleanen Gesang ausgepackt. Aber ganz ohne Schreie geht es auch hier nicht ab. Dazu gibt es virtuose Gitarrenpassagen, die beiden Gitarristen werfen sich gegenseitig den Ball zu. “Victim Of Circumstance” lädt regelrecht zum Headbangen ein, eingängige Riffs, clean gespielte Gitarren und klarer Gesang dominieren den Song. 12246837_979639308760191_3074869558768127385_nDeceiver” beginnt rhythmisch mit Gitarrenriffs. Aber dann wird wieder auf die Trommelfelle eingehauen, als gebe es kein Morgen. Klargesang, Growls und hohe spitze Schreie wechseln sich ab. Dazu gibt es eingängige Gitarren-Hooks. In der Mitte wird das Tempo etwas herausgenommen und  der Song klingt fast schon besinnlich, aber nur kurz. Besinnliches klingendes Piano zu Beginn des Schlusssongs “The Devil That You Know” lässt vermuten, dass die Band eine Verschnaufpause benötigt. Aber dem ist nicht so, schon bald wird der balladeske Start durch druckvolles Gitarrenspiel und treibendes Schlagzeug abgelöst. Es gibt noch mal wunderschöne klare Gesangslinien, die von genialen Gitarrenmelodien unterlegt werden. Für mich ist das wohl der beste Song des Albums.

Oh man, was haben The Order Of Chaos da für ein Brett rausgehauen. Das ist Hochgeschwindigkeits-Metal par excellence. Musikalisch ist der Fünfer vergleichbar mit ihren kanadischen Landsleuten von Kobra And The Lotus oder Unleash The Archers. Der Gesang liegt irgendwo in der Schnittmenge von Doro, Alissa White-Gluz (Arch Enemy) oder auch Maria Brink (In This Moment). Die Crazy Canucks gönnen sich und den Zuhörern fast keine Atempause, immer voll auf die Zwölf!

In den Band-Infos des Labels fand ich Folgendes

Eine Band braucht einen großartigen Sänger – THE ORDER OF CHAOS haben ihn in der gleichermassen zauberhaften wie talentierten Amanda! Ihre Stimme deckt alle Gefühle und Schattierungen des Metal ab – sie singt wie eine Elfe, röhrt wie ein Tier und wimmert wie eine Hure!

Dem ist nichts hinzuzufügen. Amen!

Hier ein Musikbeispiel: https://youtu.be/HIP9Ba4qFT8

Lineup:

Amanda Kiernan – Gesang
John Simon Fallon – Gitarren
John Saturley – Gitarren
Tim Prevost – Schlagzeug
Barrett Klesko – Bass

Label:  Killer Metal Records

VÖ: 13.11.2015

Spieldauer: 54:32Minuten

Titelliste:

  • The Anthem Of Pain
  • Death After Life
  • Indoctrination
  • Downfall
  • Evil Surrounds Me
  • Survival Of The Richest
  • Apocalpyse Moon
  • The Venom
  • Sexwitch
  • Victim Of Circumstance
  • Deceiver
  • The Devil That You Know

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s