Ruins of Elysium–Daphne (EP)

FolderEs sind häufig die kleineren, weniger bekannten Bands, die einen mit neuen Alben bzw  EP’s überraschen. So landete vor wenigen Tagen eine Rezensions-Anfrage zur EP “Daphne” von Ruins of Elysium auf meinem Tisch. Ruins of Elysium? Die Band hat sich dem symphonischen Metal verschrieben. Rund um den aus Norwegen stammenden Tenor Drak Chrisdensen haben sich hervorragende Musiker aus Brasilien, Italien und den Niederlanden zusammen gefunden. Seit einigen Tagen kann man nun die EP “Daphne” auf Bandcamp anhören und kaufen. Inklusive Bonus-Track erhält man 45 Minuten lang einen Mix aus Symphonik und Heavy Metal.

Die EP startet mit dem mehr als zehnminütigen Titel-Epos. Zunächst akustische Gitarren zu denen sich später Orchester-Arrangements und Chorusse gesellen. Und schon ertönt der Gesang des klassisch ausgebildeten Opern-Tenors Drake Chrisdensen. Später werden die Melodien durch treibenden Double-Bass unterlegt und die Gitarren knallen aus den Boxen. Trotz oder geraden wegen der Länge ist der Song abwechslungsreich angelegt. Daran schließt sich das epische “The Greatest Jubilee” an. Großartige Chor- und Orchesterpassagen. Der Sänger zeigt hier eindrucksvoll, dass er sich auch bei den tieferen Tönen wohl fühlt. Einen interessanten Farbtupfer gibt es mit “No You’re Not”. 13293090_1127065180690696_1260048145_nDer Gesang folgt hier nicht klassischen Vorgaben sondern ist rockig mit einer gewissen Punk/J-Rock Attitüde. “Lavender” ist dann wieder klassischer Melodic Metal mit orchestralen Zugaben.

Der absolute Höhepunkt der EP für mich ist “Largo Al Factotum”. So habe ich die Arie aus der Rossini-Oper “Der Barbier von Sevilla” noch nie gehört. Gesanglich verdammt nah am Original aber im Heavy-Metal Stil instrumentiert, knallende Gitarren, vorantreibender Double-Bass, dazu die passende orchestrale Begleitung. Metal und klassische italienische Oper liegen musikalisch gar nicht so weit auseinander!

Bei “Crusader” kann man Drake Chrisdensen im Duett mit der Sopran-Sängerin Annelise Dias hören. Zwei großartige Stimmen unter sich, ganz im Stile klassischer Opern-Duette, allerdings auch hier mit knallenden e-Gitarren und treibendem Double Bass unterlegt. Mit dem ruhigen “Epilogue: Meadows of Elysium” endet die EP, eine akustische Piano-Ballade. Kein Gesang, lediglich Vokalisen sind zum Piano zu hören. Für Käufer der gesamten EP gibt es bei Bandcamp noch einen Remix der allerersten Single von 2014 als Bonus dazu. Mit “Prince” wird es noch einmal richtig episch. Treibendes Schlagzeug, Orchester-und klasse Gitarren-Passagen sorgen für einen grandiosen Abschluss.

“Daphne” lief bei mir in den letzten Tagen auf Heavy Rotation. Diese EP bewegt sich sowohl in Punkto Spieldauer als auch beim musikalischen Abwechslungsreichtum auf dem Niveau eines Long Players. Die Musiker zeigen eindrucksvoll, wie gut klassiche und Opern-Musik und Hevay Metal zusammenpassen. Das ist Symphonic Metal mit Suchtfaktor.

Lyric video “The Greatest Jubilee”: https://youtu.be/yBd7LNhfdqs

Lineup:

Drake Chrisdensen – Tenor
Vincenzo Avallone – Gitarren
Marcelo França – Schlagzeug
Tamar Van Der List – Gitarren
Filipe Câmara – Bass

Label: Selbstvertrieb

VÖ: 17.05.2016

Spieldauer: 45:13

Titelliste:

  • Daphne
  • The Greatest Jubilee
  • No You’re Not
  • Lavender (Daphne Version)
  • Largo Al Factotum
  • Crusader
  • Epilogue: Meadows of Elysium
  • Prince (2016 Remix)

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