Wir waren einfach eine junge Band und gingen den einfachsten Weg–Interview mit IGNEA

IGNEA_logoIgnea ist eine Symphonic Metal Band aus Kiew (Ukraine). Zurzeit arbeiten sie an ihrem Album-Debut. Also Grund genug, einige neugierige Fragen zu stellen.

RKE: Hallo. Vielen Dank, dass ich dieses Interview mit Euch machen kann.

Evgeny: Hey, ich bin Evgeny der Keyboarder und Komponist. Vielen Dank für das Interview mit uns!

RKE: Bis vor kurzem war mir die Band Ignea völlig unbekannt. Und vielen Musikfans in Europa geht es sicherlich auch so. Darum stellt Euch bitte kurz vor.

Evgeny: Wir sind IGNEA, aus Kiew, Ukraine, und wir spielen ein wenig Metal Smiley

RKE: Im Jahre 2015 habt Ihr die Single „Alga“ veröffentlicht. Dazu gibt es auch ein aufwändig produziertes Video. Ihr spielt mit einem großen symphonischen Orchester. Wurde der Song ebenfalls in Zusammenarbeit mit einem Orchester aufgenommen?

IGNEA full photoEvgeny: Ja, fast alle Orchestrierungen die Du im Song hörst sind von einem richtigen Symphonieorchester eingespielt. Einige Leute haben sogar bemerkt, dass bei der Videoaufnahme des Orchesters für die Hälfte der Orchestermusiker Mikrofone aufgebaut waren, wegen Zeitmangels, weil wir Audio- und Video gleichzeitig aufgenommen haben.

RKE: Ihr bezeichnet Euren Stil als Orientalischen Metal. Ich habe mir Eure Songs mehrfach angehört und muss gestehen, dass ich kaum orientalische Einflüsse gehört habe. Inwiefern arbeitet Ihr Musik aus dem Orient in Eure Kompositionen ein?

Evgeny: Lustig genug, die meisten Stücke, die wir offiziell veröffentlicht haben, sind nicht sehr orientalisch, mit Ausnahme von Petrichor, natürlich. Jedoch hat jeder unserer Songs orientalischen Touch in den Melodien, den man nur bei genauerem Zuhören wahrnehmen kann. Wir werden das bei unserem kommenden Album korrigieren, auf dem viele nahöstliche Elemente und Instrumente wie Baglama, Ney, Bouzouki, Kemenler und einige Percussions zu hören sein werden.

RKE: In der Presseinfo konnte ich lesen, dass Ihr zur Zeit Euer Debut-Album einspielt. Wie weit seid Ihr mit den Aufnahmen und was können die Hörer von dem Album erwarten? Und wann wird es erscheinen?

Evgeny: Wir haben fast die Hälfte der Instrumente aufgenommen, nur einen Teil von Gesang, Keyboards und Folkinstrumente fehlen noch Wie ich schon sagte, wird es viel mehr orientalisch als frühere Dinge sein und wird in der Tat viele nahöstliche musikalische Elemente, viel mehr als in den bisherigen Veröffentlichungen, enthalten Smiley

RKE: Wie läuft bei Euch das Songwriting ab? Gibt es einen Hauptsongwriter oder entwickeln sich die Songs, wenn Ihr gemeinsam im Probenraum musiziert?

Evgeny: Ja, ich habe fast alles in meinem Kopf und IGNEA full photo 2sende die rohen Demos sowie Guitar Tabs an die Band, und wir bringen dann bei den Proben die Entwürfe in ihre endgültige Form. Natürlich nutze ich oft Ideen, Riffs sowie Melodien der anderen Jungs oder integriere Melodien aus der Folklore des Mittleren Ostens.

RKE: Eure EP habt Ihr „Sputnik“ genannt. Als der erste Sputnik im Jahre 1957 gestartet wurde, wart Ihr noch nicht geboren. Warum habt Ihr gerade dieses Thema gewählt?

Evgeny: Wir waren einfach eine junge Band und gingen den einfachsten Weg: Texte entwerfen zu Themen aus Filmen, die wir gerade gesehen haben, und dann etwas Mystik für das Raumfahrtthema der EP hinzufügen. Es ist ein naheliegender, und altbekannter Weg für eine neue Band und wir werden es jetzt nicht mehr verwenden.

RKE: Bei „Petrichor“ habt Ihr mit Yossi Sassi (ex-Ophaned Land) zusammengearbeitet. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Evgeny: Als wir Sputnik veröffentlicht haben, haben wir ein paar Kopien an Leute geschickt, die uns inspiriert haben, und Yossi war so nett uns persönlich eine Zusammenarbeit anzubieten. Damals schrieb ich gerade ein Lied mit einer Bouzouki, und Yossi hatte gerade seine Signature Bouzoukitara vorgestellt … Smiley übrigens, die Yossi Sassi Band hat gerade ihr neues Album veröffentlicht, das solltest Du Dir auf jeden Fall anhören!

RKE: In der Ukraine gab es in den letzten Jahren einige politische und militärische Krisen. Wie sind die Arbeitsbedingungen für Rock- und Metalbands in Eurem Land?

Evgeny: Politik und Krieg haben keinen Einfluss auf Metal. Die Rock / Metal-Szene in der Ukraine ist sehr schwach, abgesehen von einigen herausragenden Acts wie Stoned Jesus oder Jinjer, und besteht in der Regel aus einer Menge von 20 gleichartigen Bands, die jedes Jahr auf den gleichen Festivals spielen und sich nur untereinander aufgeilen, und viele Bands, die keine Chancen haben irgendwo außer ihrer lokalen Bar zu spielen. Wir sind müde davon, und wir sehen die Ukraine nicht als Ort, um unsere Musik zu spielen.

IGNEA live photoRKE: Ihr habt bisher einige Shows in der Ukraine und Moldawien gespielt. Werdet Ihr auch in weiteren europäischen Ländern auf Tour gehen?

Evgeny: Wir hoffen, dass auf wir nach dem Albumrelease einigen europäische Touren machen oder Festivals spielen können, und wir würden sehr gerne in einigen anderen Ländern wie der Türkei, Israel, Zypern, kaukasischen und nordafrikanischen Ländern spielen. Mein persönlicher Traum ist in Großbritannien auf Tour zu gehen Smiley

RKE: Ich bedanke mich für das Interview und bin schon gespannt auf Euer Debut-Album. Und vielleicht klappt es ja auch mal mit Auftritten in Deutschland.

Evgeny: Danke für die Einladung! Bis bald!

Offizielles Video zu “Alga”: https://youtu.be/6KOXbzMRQHs

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