Crystal Ball – DÉJÀ-VOODOO

CrystalBall_DejaVoodoo_cover_MASCD0952Bei den Begriffen Rockmusik und Schweiz assoziiert man in der Regel Krokus und Gotthard, eventuell auch noch Shakra oder Eluveitie. Aber aus der Schweiz kommen auch noch eine Vielzahl anderer hochklassiger Rock- und Metal-Bands wie November 7, 69 Chambers oder auch Wicked Plan. Und jetzt lerne ich auch Crystal Ball kennen. Seit 1999 existiert die Band aus Luzern bereits. Und im September erscheint mit DÉJÀ-VOODOO bereits das neunte Album der Band.

Mit dem Titelsong “Déjà-Voodoo” starten Crystal Ball nach kurzem “Pseudo-Intro” druckvoll in das Album. Interessant auch das Wortspiel “Déjà-vu/Voodoo”, passend zur Voodoo-Puppe auf dem Album-Cover. In diesem Song sind alle Trademarks der Schweizer zu hören, knallende Gitarren-Riffs, teilweise dezent von Keyboards unterlegt, treibendes Schlagzeug, ein herausragender Gesang und eingängige Refrains mit Chorussen. _MD91498Dazu ein starkes Gitarren-Solo. Zu diesem Song hat die Band auch ein Video-Clip produziert. Bei “Director’s Cut” wird das Tempo noch ein wenig erhöht.

“Never A Guarantee” startet mit leichten Industrial-Anleihen, bevor auch dieser Titel zum mitreißenden Rocksong wird, der zum Headbangen verleitet. Der Song ist sehr melodisch und besitzt Airplay-Potential. Neben den fett produzierten Midtempo-Rockern sind auch zwei Balladen auf dem Album zu hören. “Home Again” ist eine wunderschöne Power-Ballade. Hier zeigt Sänger Steven Mageney seine stimmlichen Qualitäten. Später knallt dann “Dr. Hell No” noch einmal richtig aus den Boxen. Etwas schneller als die anderen Songs, vor allem die Gitarren preschen mit hoher Geschwindigkeit voran. Und mit der zweiten Ballade “To Be With You Once More” klingt das Album dann ruhig, fast schon besinnlich aus.

Mit DÉJÀ-VOODOO haben Crystal Ball ein Album mit zeitlos schöner Rock-Musik veröffentlicht. Die Produktion ist druckvoll, der Sound überzeugt. Allerdings sind die Schweizer wohl etwas zu sehr auf Nummer sicher gegangen. Die Band leistet sich zwar keine Ausreißer, weder nach unten noch nach oben. Jeder Song für sich ist ein Ohrwurm, aber abgesehen von den beiden Klasse-Balladen sind die einzelnen Songs zu vorhersehbar. Keine Überraschungen, zu wenig Abwechslung bei den Songstrukturen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Ein solides Album, eingespielt von hervorragenden Musikern.

Offizielles Video zu “Déjà-Voodoo”: https://youtu.be/JSODxnaW5nM

Lineup:

Steven Mageney – Gesang
Scott Leach – Gitarren
Tony „T.C.“ Castell – Gitarren
Cris Stone – Bass
Marcel Sardella – Schlagzeug

Label: Massacre Records

VÖ: 02.09.2016

Spieldauer: 46:57 / Digipak: 54:22

Titelliste:

  • Déjà-Voodoo
  • Director’s Cut
  • Suspended
  • Never A Guarantee
  • Reaching Out
  • Home Again
  • To Freedom And Progress
  • Time And Tide
  • Without A Net
  • Full Disclosure (*)
  • Fools‘ Parade (*)
  • Dr. Hell No
  • To Be With You Once More

(*) Digipak Bonus

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