Helion Prime – Helion Prime

Bewertung: 6,5/10

Autor: David Kerber

CD BookletWenn man das Cover des selbstbetitelten Debuts der US-Metaller Helion Prime sieht, wird man unweigerlich an eine billig produzierte Sci-Fi-Comicreihe erinnert. Grell, bunt und ein wenig überladen. Nun gut, immerhin passt es zu den Texten, die sich allesamt um Science-Fact und Science-Fiction drehen, und solange die Musik nicht auch so klingt, wie es das Cover vermuten lässt, kann man über das (zumindest streitbare) Cover großzügig hinwegsehen. Nach der Veröffentlichung in Eigenregie Anfang 2016, folgt nun, ein Jahr und etliche Besetzungswechsel (zwei ganz neue Bandmitglieder sowie ein Wechsel am Mikro) später, die Wiederveröffentlichung über AFM. Unterstützung erhielt die Band dabei von etlichen Gastmusikern und -sängern.

Nach einem kurzen Intro, das mich eher an Klaus Schulze (Pionier der elektronischen Musik) als an Metal erinnert, zumindest bis zum Spoken-Word-Part, geht die (spacige) Power-Metal-Fete so richtig los. HP_HP_P02Knallende Gitarren, donnernde Drums und der charismatische Gesang der Frontfrau sind das Markenzeichen der Band. Eine Ruhepause in Form einer Ballade oder Halbballade gibt es bis auf „A Place I thought I knew“ während der ganzen knapp 48 Spielminuten nicht, sämtliche Songs sind im Up-Tempo-Bereich und rocken amtlich nach vorne. Auf Dauer kann das ziemlich eintönig (vor allem durch die Soli, die irgendwie fast alle ziemlich gleich klingen) werden, da die Abwechslung fehlt. Die einzige Abwechslung wäre hier der gelegentliche Einsatz männlicher Gesangspartner. Ansonsten gibt es an dem Album nicht viel auszusetzen, handwerklich sowohl von den Musikern als auch von den Sängern gut gemacht, aufnahmetechnisch ist auch alles paletti und kompositorisch ist, bis auf die fehlende Abwechslung im Songwriting, ebenfalls alles im grünen Bereich, so dass dem Hörgenuss eigentlich nichts im Wege steht.

Für ein Debüt geht dieses Album vollkommen in Ordnung, auch da die Musiker schon ein paar Erfahrungen in anderen Bands gesammelt haben. Steigerungspotenzial ist reichlich vorhanden, so dass man hoffen kann, dass die Band dieses für spätere Alben auch ausnutzt.

Helion Prime – Life Finds A Way: https://youtu.be/F0VfnqLUs8M

Lineup:

Heather Michele – Vocals
Justin Herzer – Drums
Jason Ashcraft – Guitars
Jeremy Steinhouse – Bass

Label: AFM Records

VÖ: 24. Februar 2017

Spielzeit: 48:07

Titelliste:

  • Into The Alien Terrain The Drake Equation
  • Life Finds A Way
  • Into The Black Hole
  • A Place I Thought I Knew
  • You Keep What You Kill
  • Oceans Of Time
  • Moon-Watcher
  • Apollo (The Eagle Has Landed)
  • Live And Die On This Day

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