Blind Saviour – The Master Plan

Bewertung: 8/10

FolderMit Malta verbinden viele gern Sonne, Strand, blaues Meer. Aber auch historisch hat Malta so einiges zu bieten. Die Insel stand unter griechischer und römischer Herrschaft, wurde später von den Arabern erobert und war Sitz des Malteser Kreuzritterordens, bevor sie in das britische Empire eingegliedert wurde. So vielfältig wie die Geschichte ist auch die Musiklandschaft des seit 1964 unabhängigen Inselstaates. Es existieren eine Vielzahl von Metal Bands unterschiedlichster Genres. Blind Saviour wurden 2013 gegründet. Die Musiker haben vorher schon Erfahrungen in anderen maltesischen Bands wie Weeping Silence, Phantom Lord oder auch Arachnid gesammelt. Im vergangenen Jahr produzierten Blind Saviour ihr Debüt Album “The Master Plan”, auf dem die Musiker eine Zeitreise in die Zukunft unternehmen, in das Jahr 2229 – eine postapokalyptische Periode. Beschrieben wird der Kampf der Menschen gegen Roboter, von denen sie unterdrückt werden.

Blind SaviourMmmh, eigentlich bin ich ja kein großer Fan von Intros, vor allem dann, wenn diese so richtig ausufern. Aber “Beyond The Portals Of The Four Winds” ist die passende Einleitung für das Album, lasset die Zeitreise durch das Portal der vier Winde beginnen. Nach dieser fast hymnenartigen Versetzung durch Raum und Zeit legen Blind Saviour dann richtig los. Das rifflastige “Reign Of The Robot Clans” beschreibt, was wir nach der Reise vorfinden – Die Regentschaft der Maschinen. Melodisches Gitarrenspiel, druckvolles Schlagzeug und teilweise hektisch klingende Keyboards sind zu hören. Rachel singt mit für das Genre recht hoher aber trotzdem äußerst angenehmer Stimme. Bei “Brink Of Destruction” streuen die Malteser Speed Metal Elemente ein, passend zum Thema. 13738142_10205583451820154_7590947136359224123_o“The Day After” ist ein ruhiger Song, ein neuer Tag bricht an, man lässt die vergangenen Ereignisse Revue passieren. Der Song ist sehr melodisch, eine hoffnungsvolle Grundstimmung ist hörbar. Ab der Mitte nimmt der Song deutlich an Fahrt auf, was in einem filigranen und schnell gespielten Gitarrensolo gipfelt. Einer der Höhepunkte des Albums für mich ist “Warrior Of Fire”.  Hier können die Gitarristen ihr großartiges Können zeigen. Schnelle Speed Metal Hooklines werden vom Double Bass angetrieben. Dazu gibt es gleiche mehrere hervorragende Gitarrensoli. Das Album endet mit dem fast zwölfminütigen Epos “Revolution”. Diverse Melodie- und Tempi-Wechsel verdeutlichen den Kampf um die Freiheit. Auch hier dürfen Aldo Chirchop und Campos Gellel wieder mit ihrem Gitarrenspiel brillieren. Im Stile großer Metal-Hymnen klingt der Song und somit das gesamte Album aus. Es besteht wieder Hoffnung für die Menschheit.

In den letzten Monaten hat sich bereits so manche Band an einem Konzeptalbum versucht, den einen ist dies erfolgreich gelungen andere Bands waren für solch ein Werk einfach noch nicht reif genug und sind gescheitert. Blind Saviour haben mit “The Master Plan” ein Meisterwerk des Power Metal veröffentlicht. Die Kompositionen der einzelnen Songs passen stets zu den textlichen Inhalten. Trotzdem ist das Album ein homogenes Gesamtwerk. Man hört deutlich, dass hier erfahrene und hervorragende Musiker am Werk sind. Ich freue mich jetzt schon auf die Show von Blind Saviour beim Voices Of The Succubi Festival im September auf Malta.

Photos © by Blind Saviour

Blind Saviour – Warrior of Fire: https://youtu.be/20_BZwXY79o

Lineup:

Rachel Grech– Vocals
Aldo Chirchop – Guitars
Campos Gellel– Guitars
Karl Friggieri – Bass
Robert Friggieri – Drums

Label: Selbstvertrieb

VÖ: Juli 2016

Spieldauer: 01:07:05

Titelliste:

  • Beyond The Portals Of The Four Winds
  • Reign Of The Robot Clans
  • Brink Of Destruction
  • The Episode
  • The Day After
  • Dawn Of Victory
  • Quest For Blue Light
  • Warrior Of Fire
  • Blind Saviour
  • Freedom Call
  • Revolution

3 Gedanken zu “Blind Saviour – The Master Plan

  1. Pingback: Review: Blind Saviour – The Master Plan – Metal at the Gates

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