Orden Ogan – Gunmen

Bewertung: 9/10

OO_G-C_1500x1500Der Wilde Westen liegt im Sauerland, so könnte man nach dem Anhören des nunmehr fünften Studioalbums der Power Metal Institution Orden Ogan aus Arnsberg denken. Zwei Jahre nach dem viel umjubelten “Ravenhead” legen die Musiker mit “Gunmen” nach und verlegen die Handlung um ihren fiktiven Helden Alister Vale von einer Endzeit-Kulisse in den Wilden Westen. Seit ihrem zweiten Album “Vale” (wenn man das 2004 im Selbstvertrieb erschienene “Testimonium AD” mitzählt) ranken sich die Geschichten auf dem Alben um Mr. Vale. Gegründet wurden Orden Ogan bereits 1996, damals noch als “Tanzende Aingewaide” (Quelle Wikipedia). Ich konnte die Band auch schon mehrfach live in Hamburg erleben, so z.B. als Support für Hammerfall 2015 oder bei den Hamburg Metal Dayz 2016. Es versteht sich von selbst, dass ich auch bei der Release-Show am 7. Juli auf der MS Stubnitz in Hamburg dabei sein werde.

OO_G_P09Gleich zu Beginn kann man den Title-Track hören, fast zumindest. Für den Song wird die Singular-Form des Album-Titels verwendet – “Gunman” – ein typischer Orden Ogan Rocker mit bombastischen Chorussen und hervorragender Orchestrierung. Zusätzlich natürlich mit knallenden Gitarrenriffs und eingängigen Refrains, die live ganz sicher laut mitgesungen werden. Dazu gibt es ein aufwändig produziertes Video. Köstlich anzusehen die Gesichter der Vier nachdem sie mit gezogenen Waffen einen Saloon stürmen, diesen jedoch leer vorfinden. Auch bei “Field Of Sorrow” drücken die Musiker aufs Tempo. Vorangetrieben durch druckvolles Riffing singt Seeb sehr kraftvoll.

Für mich eines der Highlights des Albums ist das balladesk startende “Come With Me To The Other Side”. Ex Theatre of Tragedy und ex Leaves Eyes Goldkehlchen Liv Kristine veredelt diesen Song mit ihrer einzigartigen betörenden Stimme. Etwas später setzen dann das vorantreibende Schlagzeug und die harten Gitarrenriffs ein. OO_G_P01Dazu hört man großartige Chorusse und geniale Gitarrensoli ein. Aber auch Liv Kristine weiß immer wieder die Zuhörer zu verzaubern. Ganz großes Kino! Dem folgt das nahezu majestätisch klingende Vorspiel zu “The Face Of Silence”. Aber keine Angst auch hier setzten Double Bass und Gitarren-Hooks die Akzente.

Ein weiteres Highlight für mich ist “One Last Chance” – geradlinig und schnörkellos gehen die Musiker hier zu Werke. Ein Song mit Suchtcharakter. Zum Abschluss erschallt dann der längste Track des Albums aus den Boxen. Mit seinen knapp 9:00 Minuten macht “Finis Coronat Opus” seinem Namen alle Ehre, der Song ist ein großartiges Kunstwerk. OO_G_P08Nach dem kurzen Intro werden noch einmal alle Orden Ogan Trademarks präsentiert, eingebettet in einen epischen Melodiebogen, bombastische Chorusse, harte Gitarrenriffs, filigranen Gitarren-Hooklines. Das ist das Sahnehäubchen und ein imposanter Abschluss dieses Silberlings.

Die beiden großen deutschen Printmagazine für Rock/Metal sahen in Orden Ogan vor einiger Zeit die Nachfolger von Bands wie Blind Guardian, Running Wild oder auch frühen Helloween. Diese Aussage kann man nur voll und ganz unterstreichen! Mit Gunmen hat das Quartett ein absolutes Meisterwerk des melodischen Heavy Metal veröffentlicht, an dem sich genannten Bands in Zukunft messen müssen. Dazu passt auch die ganz aktuelle Meldung, dass Orden Ogan im Oktober/November 2017 auf Headliner Tour gehen. Und Special Guest sind niemand geringeres als die italienischen Alt-Meister des epischen Symphonic Metal – Rhapsody Of Fire. Chapeau!

ORDEN OGAN – Gunman (2017) // official clip: https://youtu.be/JPm46Qgyn24

Lineup:

Seeb Levermann – Vocals, Guitars
Tobin Kersting – Guitars
Niels Löffler – Bass
Dirk Meyer-Berhorn – Drums

Label: AFM Records

VÖ: 07. Juli 2017

Spielzeit: 56:47

Titelliste:

  • Gunman
  • Fields Of Sorrow
  • Forlorn And Forsaken
  • Vampire In Ghost Town
  • Come With Me To The Other Side (feat. Liv Kristine)
  • The Face Of Silence
  • Ashen Rain
  • Down Here (Wanted: Dead Or Alive)
  • One Last Chance
  • Finis Coronat Opus

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